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Litauisch

Im Gegensatz zum Nachbarland Lettland hat sich die litauische Sprache, welche zu den 24 Amtssprachen der Europäischen Union (EU) zählt, im Laufe ihrer Geschichte weit verbreitet. So wird Litauisch nicht nur in Litauen selbst, sondern etwa auch in Lettland oder Weißrussland gesprochen.

Aber auch in den Ländern Russland und Polen finden sich litauische Muttersprachler wieder. Wissenschaftler geben an, dass etwa 3,2 Millionen Menschen auf der Welt des Litauischen mächtig sind. Davon leben Schätzungen zur Folge etwa 2,9 Millionen Menschen in Litauen selbst. Die litauische Sprache gehört der indogermanischen Sprachfamilie an. Vor allem die baltischen und ostbaltischen Sprachen haben einen starken Einfluss auf sie genommen. Als offizielle Amtssprache ist Litauisch im eigenen Land und in der Europäischen Union anerkannt. Als Minderheitensprache findet sie Anerkennung in Polen.

Die jüngere Geschichte der litauischen Sprache

Litauisch wird zwar schon sehr lange gesprochen, dennoch musste Litauisch vor allem für die Umsetzung in Schrift normiert werden. Diese Normierung fand während der zwischenzeitlichen Unabhängigkeit des Landes zwischen beiden Weltkriegen in den Jahre 1918 bis 1941 statt. Auch wenn die russische Okkupation in Litauen lange Zeit wehrte, geriet die litauische Sprache nicht in Vergessenheit. Auffällig ist jedoch, dass während der sowjetischen Zugehörigkeit Litauens auch verstärkt Russisch im Land gesprochen wurde. Das Russische gelangte immer mehr in den Vordergrund. Es wurde in der Politik, im Militär aber auch in der Wissenschaft genutzt. Dennoch hat es die russische Sprache während der ganzen Jahre nicht geschafft, zur Amtssprache in Litauen zu werden. Sie fungierte vielmehr als Verkehrssprache und war zweckgebunden.

Lettisch

Das auf dem Balkan liegende Land Lettland gehört noch nicht sehr lange zur Europäischen Union und ist deshalb auch erst seit einigen Jahren eine der 24 offiziellen Amtssprachen der Europäischen Union (EU).

Die lettische Sprache wird vorwiegend in Lettland und dort von etwa 2,2 Millionen Menschen gesprochen. Was die Herkunft der lettischen Sprache angeht, so wird eine Einordnung in die indogermanischen und baltischen Sprachen vorgenommen. Als Amtssprache gilt Lettisch nur in Lettland selbst und in der EU als anerkannt. Da Lettland lange Zeit zur ehemaligen Sowjet Union gehörte, fand die Sprache erst spät Raum sich nach außen hin zu entwickeln. Aufgrund dieser Umstände ist Lettisch jünger, als das benachbarte Litauisch.

Sprachliche Verwandtschaft zu anderen Sprachen

Dennoch pflegten viele Einwohner die traditionelle lettische Sprache, was vor allem in zahlreichen Volksliedern verankert ist. Durch deren Überlieferung bekam die lettische Sprache, die mit anderen Sprachfamilien verwandt sind. So werden vor allem in vielen Volksliedern Ähnlichkeiten mit dem Lateinischen oder dem Griechischen festgestellt. Auch viele Lehnwörter haben sich im Laufe der Geschichte in der lettischen Sprache etabliert. Diese stammen beispielsweise aus dem deutschen, dem Schwedischen, dem Englischen sowie dem russischen Sprachgebrauch. Eine traditionelle alte Sprache, das Livische ist ebenfalls durch die Anwendung von etwa 250 Lehnwörtern fest in der lettischen Sprache verankert.

Ein Vokabular, welches stetig Erweiterung findet

Da die lettische Sprache während der russischen Herrschaft kaum gesprochen wurde, gibt es für viele Wörter kein klares Vokabular. Dies wurde dem staatlichen Übersetzungsdienst besonders deutlich, als es im Zusammenhang mit dem Beitritt Lettlands zur Europäischen Union, verschiedene Gesetzestexte übersetzte. Dabei ist aufgefallen, dass das lettische Vokabular Lücken enthält, weshalb mittlerweile Neuschöpfungen entwickelt wurden und werden.