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Spanisch

Die spanische Sprache wird nicht nur im spanischen Königreich selbst gesprochen. Auch in Mexiko, in vielen Teilen Mittel- und Südamerikas, in den USA und etwa auch in Afrika, ist die spanische Sprache weit verbreitet. Jüngsten Schätzungen zur Folge gibt es in der Welt circa 450 Millionen Spanisch sprechende Menschen in der Welt.

Davon sind circa 390 Millionen Muttersprachler. Die Sprachfamilie, welcher Spanisch angehört, ist die indogermanische. Einflüsse aus den italischen und romanischen Sprachen sind ebenfalls im heutigen Spanisch zu finden. Spanien ist nicht nur eine der 24 offiziell anerkannten Amtssprachen der Europäischen Union (EU). In derselben Funktion wirkt sie auch in Ländern, wie Argentinien, Äquatorialguinea, Chile, Bolivien, Costa Rica, in der Westsahara und weiteren Ländern quer über den Erdteil verteilt.

Die Verbreitung der spanischen Sprache

Hingegen vieler Annahmen leben die meisten spanischen Muttersprachler nicht im eigenen Land, sondern im südamerikanischen Raum. Aber auch in den USA wird die spanische Sprache aufgrund vergangener Einwanderungswellen von mehr als 45 Millionen Menschen gesprochen. Spanisch ist zwar dort keine Muttersprache, findet jedoch eine weite Verbreitung unter der zugewanderten Bevölkerung. Die Spanier zog es im Laufe der Geschichte aber auch nach Afrika und Asien. Deshalb gibt es auch etwa in Marokko oder der Westsahara viele spanisch sprechende Menschen. Eine weitere große Zahl an Spanisch sprechenden Menschen ist in der Dominikanischen Republik zu finden, was auch auf die Kolonialzeit zurückzuführen ist.

Slowenisch

Die slowenische Sprache wird in Slowenien, Ungarn, Kroatien sowie in der Steiermark in Österreich gesprochen. Die Zahl der Sprecher wird weltweit auf etwa 2,2 Millionen geschätzt. Die slowenische Sprache stammt aus der Familie der indogermanischen Sprachen. Geprägt wurde Slowakisch auch durch die slawischen und die südslawischen Sprachen. Als Amtssprache ist Slowenisch in Slowenien, in Italien, im österreichischen Kärnten und in der Europäischen Union anerkannt. Ihre Entstehung fand die slowenische Sprache im Fürstentum Karantanien respektive in der südlich davon gelegenen Region Carniola.

Diese Verwandtschaften bestehen zwischen Slowenisch und anderen Sprachen

Slowenisch ist eng mit der kroatischen Sprache verwandt. Hier gibt es vor allem viele Ähnlichkeiten mit dem kroatischen, kajkavischen Dialekt. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass beide Sprachen fließend ineinander übergehen. Es ist vor allem der slawische Ursprung, der die slowenische Sprache mit anderen verbindet. So ähnelt die slowenische Sprache auch dem Slowakischen, weil beide Sprachen slawischen Ursprungs sind.

Die Geschichte der slowenischen Sprache

Die ersten schriftlichen Dokumente, die sogenannten Freisinger Denkmäler tauchten nicht in Slowenien, sondern im bayrischen Freising auf. Man geht heute davon aus, dass es sich bei diesen Schriften um ein Handbuch für Bischöfe handelt. Man geht davon aus, dass die slowenische Sprache ihren Ursprung im Fürstentum Karantien hatte. Die geografische Lage ist jedoch unklar und umstritten, weil es für Teile dieser Region keine urkundlichen Aufzeichnungen gab. Belegt worden ist die slowenische Sprache erst im 16. Jahrhundert, als ein identifizierbares Schriftstück auftauchte.

Slowakisch

Die slowakische Sprache wird von verschiedenen Völkern in der Welt gesprochen, weit über die slowakischen Landesgrenzen hinaus. Neben der Slowakei selbst findet Slowakisch auch in den Kanada und den USA Anwendung.

Aber auch in benachbarten Regionen, wie Ungarn, Serbien, Tschechien, Rumänien, der Ukraine oder Kroatien gibt es viele Menschen, die der slowakischen Sprache mächtig sind. Die Zahl der slowakischen Sprecher in der Welt wird mit circa 6 Millionen angegeben. Die slowakische Sprache stammt aus der Familie der indogermanischen Sprachen. Sie wurde auch von den slawischen und den westslawischen Sprachen geprägt. Als Amtssprache gilt Slowakisch in der Slowakei, in Serbien sowie in der Europäischen Union anerkannt. Als Amtssprache für die EU wird Slowakisch seit dem Beitritt zur Union im Jahre 2004 geführt. Aufgrund der langen Verbundenheit der Slowakei zum heutigen Tschechien können sich Menschen beider Länder relativ problemlos untereinander verständigen.

Die Geschichte der slowakischen Sprache

Als im 10. Jahrhundert das Großmährische Reich unterging, wurde die slowakische Sprache geboren. Die Slowaken haben im Laufe der darauffolgenden Jahrhunderte jedoch nicht ausschließlich ihre Sprache gesprochen. Als die Slowakei im 11. Jahrhundert ins ungarische Königreich eingegliedert wurde, fungierte vorwiegend Latein als Amts- und Literatursprache. Aber auch die deutsche sowie die ungarische Sprache hielten Einzug in das heutige Slowakisch. Bereits im 14. Jahrhundert zeichnete sich die spätere Zusammengehörigkeit von Tschechien und der Slowakei ab. So fand ab diesem Zeitpunkt die tschechische Sprache Anwendung im gesellschaftlichen und kulturellen Leben im Land.

Die tschechische Sprache galt im 15. Jahrhundert bereits als verwandte, ausgereifte Schriftsprache. Deshalb hielt man es damals für sinnvoll, Amtsgeschäfte in tschechischer Sprache durchzuführen.

Schwedisch

Die schwedische Sprache wird vorwiegend im nördlichen Europa, genauer gesagt in Schweden und Finnland gesprochen. Auch ist Schwedisch eine der 24 offiziellen Amtssprachen der Europäischen Union (EU).

Es wird angegeben, dass die schwedische Sprache in der Welt von circa 10 Millionen Menschen gesprochen wird. Was die sprachliche Herkunft anbetrifft, so ist Schwedisch in die Familie der indogermanischen Sprachen einzuordnen. Weiterhin stammt Schwedisch von den germanischen sowie dem Zweig der nordgermanischen Sprachen ab. Als Amtssprache gilt Schwedisch in der Europäischen Union, in Schweden und in Finnland anerkannt. In Schweden selbst bemüht man sich darum, dass neben der schwedischen Kultur auch die schwedische Sprache gepflegt wird. Daher wurde anlässlich dessen im Jahre 2009 ein Gesetz erlassen. Dieses verpflichtet alle staatlichen Institutionen dazu, die schwedische Sprache zu pflegen und weiterzuentwickeln. Des Weiteren ist in diesem Gesetz festgeschrieben, dass die schwedische Sprache für alle Bürger einfach und verständlich sein muss. In Schweden selbst wird aber nicht nur schwedisch gesprochen. Im Land leben auch einige ethnische Minderheiten, weshalb verschiedene Minderheitssprachen ebenfalls anerkannt sind. Dazu zählen Samisch, Jiddisch, Finnisch, Romani und Meänkieli.

Die Entwicklung der schwedischen Sprache

Ursprünglich stammt das Schwedische aus der urnordischen oder der altnordischen Sprache, welche in Skandinavien einst gesprochen wurde. Aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen, die es vor allem zu Zeiten des Mittelalters gab, ist die schwedische Sprache durch verschiedene Einflüsse geprägt. So ist auch heute noch deutlich erkennbar, dass mittelniederdeutsche Spracheinflüsse der Hanse das Sprachbild Schwedens prägen. Mit Beginn der Neuzeit gesellten sich zusätzlich Einflüsse aus dem Hochdeutschen ins Schwedische. Dieser Umstand wurde durch die Handelsbeziehungen mit Ländern aus dem deutschsprachigen Raumes begünstigt. Im 30-Jährigen Krieg im 17. Jahrhundert zogen viele schwedische Soldaten aus, um ihr Land zu verteidigen. Als diese nach Kriegsende wieder ins eigene Land zurückkehrten, brachten sie verschiedene Lehnwörter mit, die auch heute noch in der militärischen schwedischen Sprache zu finden sind.