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Französisch

Frankreich gehörte seinerzeit im Jahre 1957 zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Union. Daher wurde die französische Sprache ein Jahr später auch als offizielle Amtssprache der EU eingeführt. Dies erwies sich sehr praktisch, da Französisch schon damals nicht ausschließlich in Frankreich gesprochen wurde. Die Bürger der ersten sechs Mitgliedsstaaten hatten so die Möglichkeit in einer gültigen Amtssprache schriftlich und mündlich zu verständigen.

Inzwischen verfügt die Europäische Union aktuell über 28 Mitgliedsstaaten und insgesamt 24 Amtssprachen. Französisch wird aufgrund geschichtlicher Entwicklungen und Auswanderungsfällen in vielen Ländern der Welt als Mutter- oder Fremdsprache gesprochen. Dementsprechend häufig wird ins Französische übersetzt. Neben Belgien spricht man auch in der Schweiz oder Luxemburg französisch. Kanada und Monaco sind ebenfalls Länder, in denen viel Französisch als Muttersprache gesprochen wird. Aufgrund der Kolonialzeit hat sich die französische Sprache auch in Teilen Nord- und Westafrikas eingebürgert. Auch in Teilen Asiens und in der Karibik haben die geschichtlichen Geschehnisse sprachlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit etwa 115 Millionen Menschen der französischen Sprache mächtig sind. Zu diesen 115 Muttersprachlern gesellen sich noch schätzungsweise 105 Millionen Menschen, die französisch als Zweitsprache erlernt haben. Der sprachliche Hintergrund der französischen Sprache liegt in den indogermanischen, den romanischen sowie in den italischen Sprachen.

Französisch – eine Sprache der Welt

In den Jahren der Geschichte hat sich französisch zu einer Weltsprache entwickelt. Sie wird auf der ganzen Erde gesprochen, gilt in vielen Ländern als Amtssprache und unterstützt auch bei der Schaffung und Vertiefung wirtschaftlicher und politischer Beziehungen auf internationaler Ebene. In vielen verschiedenen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder sportlichen Bereichen hat sich französisch zudem als Verkehrssprache durchgesetzt. So wird sie beispielsweise vom Weltfußballverband FIFA oder vom Internationalen Olympischen Komitee IOC verwendet. Nachrichten- und Ermittlungsagenturen nutzen die französische Sprache ebenfalls, um sich auszutauschen oder um Verbrechen aufzuklären.

Finnisch

Die finnische Sprache zählt zu den 24 Amtssprachen der Europäischen Union (EU). Sie wird vorzugsweise in den nördlichen Ländern Europas gesprochen. Neben Finnland gibt es auch in Norwegen, Schweden, Russland und Estland finnische Muttersprachler.

Schätzungen zur Folge gibt es weltweit sechs Millionen Menschen, die finnisch als ihre Muttersprache sprechen. Ähnlich, wie die estnische Sprache hat auch die finnische Sprache in den finno-ugrischen, uralischen Sprachen ihren Ursprung. Als offizielle Amtssprache gilt finnisch nur in Finnland selbst und in der Europäischen Union. Es gibt jedoch Ausnahmefälle, wo Finnisch beispielsweise auf Gemeindeebene als Amtssprache anerkannt ist, so etwa in Norwegen. Aufgrund historischer Ereignisse und Umsiedelungen hat sich die finnische Sprache jedoch auch in anderen Ländern der Erde verbreitet und gilt dort als offiziell anerkannte Minderheitensprache. Diese Personengruppe ist unter anderem in den Ländern, Schweden, Norwegen und Estland zuhause. Betrachtet man die sprachlichen Verwandtschaftsverhältnisse, lässt sich ein Bezug zwischen der finnischen und der estnischen respektive der ungarischen Sprache feststellen. In Finnland selbst stellt Finnisch nur eine Amtssprache dar, die von 4,7 Millionen Muttersprachlern, was etwa 92 % der finnischen Bevölkerung entspricht, gesprochen wird. Die zweite in Finnland anerkannte Amtssprache ist das Schwedisch, so das unsere Finnisch Übersetzer zumeist auch des Schwedisch mächtig sind.

Das Verhältnis von finno-ugrischen Sprachen zueinander

Finnisch ist eine der wenigen Sprachen, die zur finno-ugrischen Sprachfamilie gehört. Hatten diese Sprachen, zu denen auch Estnisch und Ungarisch zählen, anfangs in ihrer Syntax viele Gemeinsamkeiten, haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche Unterschiede aufgetan. Inzwischen lässt sich die Sprachverwandtschaft nur noch an einem kleinen Teil des Vokabulars erkennen.