Schwedisch

Die schwedische Sprache wird vorwiegend im nördlichen Europa, genauer gesagt in Schweden und Finnland gesprochen. Auch ist Schwedisch eine der 24 offiziellen Amtssprachen der Europäischen Union (EU).

Es wird angegeben, dass die schwedische Sprache in der Welt von circa 10 Millionen Menschen gesprochen wird. Was die sprachliche Herkunft anbetrifft, so ist Schwedisch in die Familie der indogermanischen Sprachen einzuordnen. Weiterhin stammt Schwedisch von den germanischen sowie dem Zweig der nordgermanischen Sprachen ab. Als Amtssprache gilt Schwedisch in der Europäischen Union, in Schweden und in Finnland anerkannt. In Schweden selbst bemüht man sich darum, dass neben der schwedischen Kultur auch die schwedische Sprache gepflegt wird. Daher wurde anlässlich dessen im Jahre 2009 ein Gesetz erlassen. Dieses verpflichtet alle staatlichen Institutionen dazu, die schwedische Sprache zu pflegen und weiterzuentwickeln. Des Weiteren ist in diesem Gesetz festgeschrieben, dass die schwedische Sprache für alle Bürger einfach und verständlich sein muss. In Schweden selbst wird aber nicht nur schwedisch gesprochen. Im Land leben auch einige ethnische Minderheiten, weshalb verschiedene Minderheitssprachen ebenfalls anerkannt sind. Dazu zählen Samisch, Jiddisch, Finnisch, Romani und Meänkieli.

Die Entwicklung der schwedischen Sprache

Ursprünglich stammt das Schwedische aus der urnordischen oder der altnordischen Sprache, welche in Skandinavien einst gesprochen wurde. Aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen, die es vor allem zu Zeiten des Mittelalters gab, ist die schwedische Sprache durch verschiedene Einflüsse geprägt. So ist auch heute noch deutlich erkennbar, dass mittelniederdeutsche Spracheinflüsse der Hanse das Sprachbild Schwedens prägen. Mit Beginn der Neuzeit gesellten sich zusätzlich Einflüsse aus dem Hochdeutschen ins Schwedische. Dieser Umstand wurde durch die Handelsbeziehungen mit Ländern aus dem deutschsprachigen Raumes begünstigt. Im 30-Jährigen Krieg im 17. Jahrhundert zogen viele schwedische Soldaten aus, um ihr Land zu verteidigen. Als diese nach Kriegsende wieder ins eigene Land zurückkehrten, brachten sie verschiedene Lehnwörter mit, die auch heute noch in der militärischen schwedischen Sprache zu finden sind.